Nachklang Yoni-Lingam-Achtsamkeits-Seminar Januar 17

„Wir müssen auf unsere Seelen hören, wenn wir gesund werden wollen. Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und den Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben,
gibt es keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet durchschaut zu werden,
kann er weder sich noch andere erkennen. Er wird alleine sein.“
Hildergard von Bingen

Mit dieser weisen Erkenntnis von der guten, alten Hildegard startete ich ins Januar-Seminar, Yoni-Lingam-Achtsamkeit, die Abenteuer-Reise in das Land der achtsamen Yoni-und-Lingam-Berührung. Ich schrieb einen Nachklang zu dem Seminar an die Teilnehmer und möchte diesen Text in Auszügen auch mit Euch Menschen die ihr meinem Blog folgt, teilen. Es findet sich Vieles darin, was mir im Mensch sein von großer Bedeutung ist.

Hier nun Auszüge aus dem Brief an die Teilnehmer aus Januar:

Ihr lieben Menschen,
für mich hätte ich keine bessere Überschrift für eine solche gemeinsame Reise finden können, auch nachdem wir zusammen unser Schiff wieder in den Hafen brachten. Sicher ist jeder von Euch mit neuen Bildern, Eindrücken und Gefühlen, vielleicht sogar kleinen Erkenntnissen, größerer Klarheit, größerer Selbstbewusstheit und gewachsenem Selbstrespekt in sein Leben zurückgekehrt. Hoffentlich auch mit etwas mehr Wissen Erfahrung und Orientierung im Bezug auf die eigene Yoni-Herz-Verbindung, bzw. Lingam-Herz-Verbindung. Nicht zuletzt auch im Bezug auf das Kontakt aufnehmen und Berühren der Yoni-Herz-Verbindung, der Lingams-Herzverbindung im Gegenüber.

Jeder von uns hat sich sehr wahrhaftig gezeigt, sehr nackt, sehr ungeschminkt, sehr mutig. Ich denke, dass habt ihr auch alle so empfunden. Wir zeigten uns so ungeschminkt, wie es gerade jetzt für jeden von uns möglich war, in unserem geschützten Raum. Jeden Tag ein kleines bisschen mehr. Wir konnten uns so in den Augen der anderen spiegeln. Ich bin Euch dafür, jedem Einzelnen, unendlich dankbar.

Ich glaube, dass es für uns alle immer wichtiger wird, eine Kultur von Wahrhaftigkeit, von Entschleunigung, von Wertschätzung, von Natürlichkeit, von unretouchiertem Kontakt,  dieser Welt von Schein, Druck, Stress, von ganz viel ’so tun als ob‘ und Künstlichkeit entgegen zu setzen.

Für mich war es eine ganz besondere Zeit, weil ich das 1.Mal gemeinsam mit Christoph dieses, mein Lieblings-Seminar,  leitete. Viele Jahre leitete ich es mit anderen Schwerpunkten gemeinsam mit Michaela, dann einige Jahre mit Gregor, auch ein vollkommen anderes Seminar, obwohl es natürlich das gleiche Thema hatte und letzten Mai zusammen mit Jörg Weppner und Christoph als kurzem ‚Stargast‘ für die Demos. Immer habe ich dieses Seminar geliebt und so gerne geleitet mit meiner Partnerin, meinem Partner.

Jeden Einzelnen von Euch in seinem ganz ureigenen Prozess seh ich immer Mal wieder vor meinem geistigen Auge und erfreu mich an dem, was sich bis zum Ende der Woche in und um Euch herum so enfaltete. Jedenfalls an dem was ich davon wahrnehmen konnte. Innen drin in Euch wird es noch ganz anders sein und wirken, so hoff ich.

Für mich geschahen viele Wunder. Immer wieder gab es Situationen, in denen das, was ich zuvor meinte an einer bestimmten Stelle tun zu müssen, nicht passend fand. Immer wieder hatte ich ein Gefühl, als würde mich etwas Größeres an die Hand nehmen und genau das Passende geschehen lassen. Das, was für uns alle in dem Moment das Stimmigste sein konnte.

Ich empfinde es immer öfter so: Wenn wir dem Prozess, dem Leben, mehr und mehr vertrauen können, unsere Antennen nach innen und außen, unser Spürvermögen, mit Achtsamkeit verfeinern und erhöhen, dem Gespürten auch vertrauen, es ‚ernst‘ nehmen, dabei gut vorbereitet sind (z.B. Technik mit einem vertrauten Menschen üben), ein gutes Repertoire an Liebe gemischt mit beseelter Kompetenz und Geist haben, passiert das Richtige zur richtigen Zeit. Dann können wir das gewünschte Instrument spielen, unser Leben als Mann und Frau leben, vom Täter-Opfer-Spiel lassen und kreative Gestalter werden. Kontrollzwänge und aufgesetzte Anstrengung transformieren, indem wir sie, auch die Ängste, Taubheit und Unsicherheit ruhig im Forschungsvisier behalten, einfach mitnehmen,  mit dem Fluss fließen und uns so in die Ekstase des Lebens ergießen.

Susanne

 

 

 

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